Das Blog auf Auswärtsfahrt: Zwei treue Leser hatten uns eingeladen, das Kracherspiel der Bezirksliga Hannover, Staffel 4, zu sehen - der SC Rinteln gegen den FC Springe!
Besagte Leser stammen aus der fast in Ostwestfalen gelegenen Stadt der Heimmannschaft. Der Herr Mitblogger und sein kleinstmöglicher Begleiter sind Springe natives. Und ich guck sowieso jedes Gurkenspiel. Mein Plan sah vor, meine neutrale Position zugunsten der Mannschaft aufzugeben, die entweder die schöneren Tore schoß oder aber mehr ruppte.
Doch gehen wir chronologisch vor: Die Anreise gestaltete trotz der “Ausschreitungen” beim Spiel Frankfurt-Nürnberg durchaus friedlich. Anscheinend ist die Überwachung der Ultraszenen in Rinteln und Springe bisher aus Sicht der Staatsmacht eher suboptimal. Gestärkt mit flüssiger (viel) und fester (nicht so viel) Nahrung ging es Richtung Steinanger, der Heimat des SC. Kenner des Vereins sprechen hier von Hexenkessel, Neutrale von Bruchbude.
Die Tabellensituation versprach vor allem für die Gastgeber Brisanz. Im Abstiegskampf mussten sie Punkte sammeln und das gegen den FC Springe, der eine gefestigte Position im oberen Mittelfeld einnahm. Doch die erste Halbzeit enttäuschte über weite Strecken. Fehlpässe und Querschläger reihten sich aneinander. Gerade der FC schien aus seinen erkennbar höheren Fähigkeiten kein Kapital schlagen zu wollen. Schade eigentlich, sonst hätte es bestimmt mehr von den erhofften Fouls zu sehen gegeben.
In der 40. Minute dann die erste nennenswerte Begebenheit. Der Rintelner Stürmer Christopher Möller ist frei im gegnerischen Strafraum, umkurvt den Springer Torwart und schiebt aus ungefähr 10 Metern ein. Vier Minuten später steht er erneut frei vor dem Gästetor und versenkt das Leder aus ähnlicher Distanz. Der 2:0-Halbzeitstand war eher glücklich, sorgte aber bei den ungefähr 50 Zuschauern für gute Stimmung. Das Spiel ließ sich sonst mit der bekannten Formel “Not gegen Elend” gut beschreiben.
Im zweiten Durchgang spielten die Springer etwas engagierter, kassierten aber prompt das dritte Gegentor. Ein wirklich sehenswerter Heber aus 15 Metern überwand den Gästetorwart. Torschütze: Thomas Mau. Besonders Begleitung S., in der Springer Szene bei den “Little Boys” eine feste Größe, war außer sich. Ich trank derweil Weizen.
Dann kurz Hoffnung für die Gastmannschaft. Von der linken Seiten hämmert ein Springer den Ball ins Netz. Der Treffer fiel aus dem Nichts und dahin verschwand der FC dann auch wieder. Kurz vor Schluss erzielte dann Thomas Mau sein zweites Tor, als er einen Abpraller ins leere Tor bugsierte. Rinteln konnte sich so etwas freistrampeln im Abstiegskampf. Für Springe dagegen geht es weder nach oben noch nach unten.
Der Sieg des SC wurde im Anschluss gebührend zelebriert, zuerst mit verspielten Feierlichkeiten auf einem Kinderspielplatz und anschließend bei Bier und Brathähnchen im besten Imbiss der Welt.
Ich bedanke mich nochmal herzlichst für diesen grandiosen Sonntag!
Alexander Andreas Bergmann. Knipsbild von Fiete.Semesterferien sind etwas ganz Feines. Da hat noch mehr Freizeit als sonst und kann es sich leisten auf irgendwelchen Dörfern irgendwelche Testspiele anzuschauen - obwohl der Steinanger in Rinteln durchaus b
Aufgenommen: Sep 03, 13:25